Schäden an Thuja durch Trockenheit

29. Juni 2020 | Gartenpflege, Pflanzenwelt

Allgemein Nadelgehölze aber vor allem die Thuja leiden unter Wassermangel.

Der Abendländische Lebensbaum, Thuja occidentalis, kommt natürlicherweise in den Sumpf- und Moorwäldern des nordöstlichen Nordamerikas vor. Er kann dort bis zu 400 Jahre alt und über 20 m hoch werden. In seiner Heimat herrscht ein kühl-gemässigtes Klima mit hohen Jahresniederschlägen von mehr als 1000 mm und hoher Luftfeuchtigkeit.

Das fein verzweigte Wurzelwerk des Lebensbaumes verläuft sehr flach und oberflächennah. Es reagiert äusserst empfindlich auf Bodentrockenheit. Obwohl Lebensbäume, wie die meisten anderen Nadelgehölze auch, eine höhere Luftfeuchtigkeit bevorzugen, kommen sie auch mit trockenerer Luft zurecht, wenn der Boden feucht genug ist. Optimal wächst Thuja occidentalis in feuchten, nährstoffreichen Böden.

ANFÄLLIGKEIT AUF kRANKHEITEN VERMEIDEN

Sind die Pflanzen durch längere Trockenperioden geschwächt, so wie dies aktuell vielerorts anzutreffen ist, sind sie jedoch anfälliger auf verschiedene Krankheiten und Schädlinge.

Insbesondere Pilzkrankheiten verursachen ein Trieb- und Zweigsterben. Wenn vor allem im Frühjahr einzelne Triebspitzen oder Zweige verbräunen und absterben und sich darauf kleine schwarze Sporenlager zeigen, ist das ein Hinweis auf diese Krankheitserreger. 

rECHTZEITIG BEHANDELN 

Kranke Triebe sollten beim Auftreten von Nadelkrankheiten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Bei einem Fortgeschrittenen Befall ist dies aber oft kaum mehr möglich, da Thuja nicht mehr austreibt und allfällige Kahlstellen kaum zuwachsen werden.

Die Behandlung mit einem Fungizid ist bei Einzelpflanzen möglich, aber sehr Aufwendig. Ab dem Frühjahr muss die Pflanze regelmässig behandelt werden (ca. alle 14 Tage). Für eine Behandlung in diesem Jahr ist es bereits zu spät.

 

Unsere Empfehlung:

Schneiden Sie die erkrankten Triebe jetzt so gut wie möglich heraus.

Eine Behandlung mit einem Fungizid ab dem Frühjahr ist möglich, allerdings mit mässigen Erfolgschancen, da die Pflanzen durch die sich verändernden klimatischen Bedingungen oft dauerhaft geschwächt sind.

Wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung. Sind Ihre Pflanzen nicht mehr zu retten, gibt es einige Einheimische, schnittverträgliche Alternativen.

An halbschattigen bis schattigen Standorten mit frischen Böden eignen sich Eibe (Taxus baccata), Stechpalme (Ilex aquifolium) und Rotbuche (Fagus sylvatica).

An sonnigen Standorten mit eher frischeren Böden gedeihen Liguster Ligustrum vulgare), Hagebuche (Carpinus betulus), Echter Kreuzdorn (Rhamnus cathartica).

An sonnigen bis halbschattigen Standorten mit trockenem Boden finden Feldahorn (Acer campestre), Berberitze (Berberis vulgaris), Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum), Kornellkirsche (Cornus mas) und Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus) ihren Platz.

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